Eine Initiative der
Suizidprophylaxe

Arbeitsgruppe Strafvollzug

Arbeitsgruppe StrafvollzugDie Arbeitsgruppe Strafvollzug ist ein Zusammenschluss  von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Professionen aus dem Justizvollzug aller Bundesländer. Darüber hinaus bringen vier externe Mitglieder Erfahrungen aus der Architektur, sowie der Forschung und Lehre ein. Die Arbeitsgruppe hat sich im Jahr 2006 konstituiert und kommt seither zweimal im Jahr zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen mit Suiziden von Gefangenen und mit suizidpräventiven Maßnahmen zu kommunizieren, Ergebnisse aus wissenschaftlichen Studien vorzustellen, Erkenntnisse auszutauschen und Komponenten der Suizidprävention zu entwickeln. In den nunmehr sechs Jahren hat sie einige Materialien für Vollzugsmitarbeiter und Gefangene entwickelt, die allen Bundesländern zur Verfügung stehen.

 

Hinsehen, Zuhören, Reden
Ein Flyer zur Information und Sensibilisierung von Bediensteten.



Hinsehen, zuhören,
reden ...
Suizide und Suizidversuche 
im Justizvollzug

Informationen für 
Vollzugsbedienstete

pdf-Datei zum download: 
 hier (1,0 MB)

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bei der Bestellung fallen Kosten an)

Niedergeschlagen? Schlecht drauf? Nicht zögern! Reden!
Ein Flyer für Gefangene in 14 Sprachen.

Er soll Mut machen, Suizidalität anzusprechen und ggf. Hilfe in Anspruch zu nehmen. Knast. Was nun? Ein Flyer für junge Gefangene, der Tipps zur konkreten Hilfestellung gibt. Er wurde in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe von Studentinnen und Studenten der Hochschule Landshut entwickelt.



Niedergeschlagen?
Schlecht drauf?

Nicht zögern!
Reden!

Informationen für Inhaftierte

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Empfehlungen für den Justizvollzug
Heft 1 „Gestaltung der Aufnahme“

Neben konzeptuellen Überlegungen enthalten sie Hinweise, wie Räumlichkeiten unter suizidpräventiven Gesichtspunkten gebaut und ausgestattet werden können. Empfehlungen für den Justizvollzug

Heft 2 „Umgang mit Suizidalität“

Die Inhalte beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen von Mitgliedern der Arbeitsgruppe. Sie sollen Mut machen, im Umgang mit suizidgefährdeten Gefangenen über bewährte Maßnahmen hinaus, nach kreativen Lösungen zu suchen. Enthalten ist auch ein Konzept zur Gestaltung und Handhabung eines speziellen Suizidpräventionsraumes unter baulichen Gesichtspunkten. 

 

 

In Anlehnung an die Konzeption der hiesigen Arbeitsgruppe ist auch in Österreich eine landesweite Arbeitsgruppe entstanden. Die Arbeitsgruppenmitglieder aus beiden Ländern haben regelmäßige Kontakte.

 

Suizidpräventionspreis

Im Jahr 2011 hat die Arbeitsgruppe entschieden, jährlich einen Suizidpräventionspreis auszuloben. Dabei handelt es sich um eine Skulptur der Bremer Stadtmusikanten - gestiftet und ausgearbeitet in der JVA Goldlautern (Thüringen). 








Mit der Skulptur sollen Maßnahmen und Modelle der Suizidprävention im Justizvollzug etabliert werden. 

Im Jahr 2012 wurde der Preis erstmals der niedersächsischen Gefängnisseelsorge verliehen, die seit März 2010 in jeder Nacht neu inhaftierten Untersuchungsgefangenen in Niedersachsen als Ansprechpartner am Telefon zur Verfügung steht. 

Im Oktober 2013 haben Gefangene der Sozialtherapie, die als sogenannte Listener Mitgefangenen in der JVA Stadelheim in kritischen Zeiten beistehen, den Preis erhalten

.Für eine Preisverleihung infrage kommen Einrichtungen und Abteilungen des Justizvollzugs, Teams, Gruppen, Kooperationen und in Ausnahmefällen auch Einzelpersonen, die in besonderem Maße geeignete Maßnahmen bzw. Modelle zur Suizidprävention im Justizvollzug erarbeitet und umgesetzt haben. Vorschläge können unter der Mailanschrift des Nationalen Suizidpräventionsprogramms mitgeteilt werden.

 

Weitere Materialien

Empfehlungen zum Einsatz von „Listeners“ im Rahmen der Suizidprävention 

 

"Knast" - Flyer für Inhaftierte 

 

Verantwortlich für diese Seite und Kontakt:
K. Bennefeld-Kersten - justizvollzug[at]naspro.de