Eine Initiative der
Suizidprophylaxe

Suizide in Deutschland 2011

Nach den vom Statistischen Bundesamt/Gesundheitsberichterstattung des Bundes publizierten Zahlen nahmen sich in den vergangenen Jahren ungefähr 10.000  Menschen selbst das Leben. Die Anzahl der Suizide In Deutschland  stieg im Jahr 2011 auf 10.144.

 

 

Die Anzahl der Suizide ist seit Ende der siebziger Jahre rückläufig und steigt seit 2008 wieder.


 

Der Wiederanstieg der Suizide in Deutschland seit 2008 spiegelt sich auch in der Suizidziffer - der Anzahl der Suizide pro 100.000 Einwohner -  wider. Die Suizidziffer ist von 11,4 (2007) auf 12,4 (2011) angestiegen.


 

Es gibt große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

In Bremen (+5.3) und Hessen (+1,9) ist die Suizidziffer am stärksten gestiegen, in Mecklenburg Vorpommern (-1,7) und Brandenburg (-0,9) am deutlichsten zurückgegangen. Im Jahr 2011 hatten Bremen (16,2) und Sachsen (16,0) die höchsten Suizidziffer und Nordrhein-Westfalen (10,0) und Berlin (10,1) die niedrigsten. Bremen hat die höchste Suizidrate bei Männern (25,8) und Hamburg - wie schon seit Jahren - die mit Abstand höchste Suizidrate bei Frauen (8,5).

 


Der Suizid ist in Deutschland ein Phänomen des höheren Lebensalters.  

 

Im Jahre 2011 betrug das durchschnittliche Lebensalter eines durch Suizid verstorbenen Menschen 56,8 Jahre. Das durchschnittliche Sterbealter steigt, 1998 lag es noch bei 53,2 Lebensjahren. Besonders bei Männern stieg es von 51,6 (1998) auf 56,8 Lebensjahre (2011). Bei Frauen stieg es im gleichen Zeitraum von 57,6 auf 59,2 Lebensjahre.


In Deutschland steigt die Suizidziffer, bzw. das Suizidrisiko, mit dem Lebensalter (sog. Ungarische Muster).

 

 

In allen Altersgruppen begehen Männer deutlich mehr vollendete Suizide als  Frauen. Beträgt die Suizidziffer bei 20 bis 25jährigen Männern noch 13,0 (Frauen 3,2) steigt sie bei den 85 bis 90jährigen Männern auf 77,9 (Frauen 16).


Betrachtet man die Anzahl der Suizide in den jeweiligen Altersgruppen, tritt hervor, das fast jede zweite Frau (49,1%), die sich im Jahre 2011 das Leben nahm, älter als 60 Jahre war. Die Anzahl der Suizide von Männern übersteigt in allen Altersgruppen die Suizidhäufigkeit von Frauen deutlich. 45,7% der männlichen durch Suizid Verstorbenen sind zwischen 40 und 65 Jahre alt.

 

Bei den Suizidmethoden dominierte in Deutschland das Erhängen (4.664 Fälle) deutlich.


Es folgen mit 1.410 Fällen Medikamente, der Sturz aus der Höhe (917), Schusswaffen (753, fast nur Männer), das „Legen vor ein sich bewegendes Objekt“ (752) und „Gase“ (370).


Insgesamt ist der Anteil der jeweiligen Suizidmethoden an der Gesamtzahl der Suizide in den letzten 10 Jahren stabil, wobei ein leichter Rückgang der Methode des Erhängens und eine leichte Zunahme der Selbsttötungen durch Medikamente zu verzeichnen ist.



 

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